Energiemarkt aktuell
Wie entwickeln sich Strompreise und Einspeisevergütungen in der Schweiz? Hier finden Sie aktuelle Energiedaten und meine Einordnung für Grossverbraucher, Unternehmen und Immobilienbesitzer – mit praktischen Hinweisen zu Photovoltaik, Eigenverbrauch und Energiespeichern.
Energie Schweiz: die aktuelle Lage
Das Energie-Dashboard des Bundesamts für Energie (BFE) zeigt die Entwicklung der Energieversorgung in der Schweiz. Die eingebetteten Daten werden vom BFE bereitgestellt; der jeweilige Datenstand ist im Dashboard ersichtlich.
Dashboard beim BFE öffnen · Energiepreise im Detail
Stromtarife und PV-Vergütung nachschlagen
Stromtarife an Ihrem Standort: Die Tarifdaten und Vergleichsplattform der ElCom helfen beim Vergleich der publizierten Stromtarife. Wählen Sie das passende Tarifjahr und Verbrauchsprofil.
Marktwert von Solarstrom: Im BFE-Dashboard zu den Referenzmarktpreisen können Sie die Preisentwicklung nach Technologie verfolgen. Ergänzende Angaben zur Berechnung finden Sie beim BFE.
Wichtig für Ihre Rechnung: Börsenpreis, Referenzmarktpreis, Einspeisevergütung und Strombezugstarif sind unterschiedliche Grössen. Welche Vergütung für Ihre Anlage gilt, klären Sie anhand der geltenden Bedingungen Ihres Abnehmers. Ein tiefer Wert in einer Marktgrafik entspricht nicht automatisch Ihrer Auszahlung.
Warum kann der Referenzmarktpreis für Photovoltaik so tief sein?
Beitrag der Woche · September 2026
Entscheidend ist, wann Strom eingespeist wird. Der Referenzmarktpreis berücksichtigt die Börsenpreise im Schweizer Marktgebiet und gewichtet sie mit der tatsächlichen Einspeisung der jeweiligen Technologie. Stunden mit viel Produktion beeinflussen den Wert deshalb stärker.
Viele PV-Anlagen produzieren gleichzeitig, besonders um die Mittagszeit an sonnigen Tagen. Trifft dieses grosse Angebot auf eine geringe Nachfrage, können die Marktpreise sinken. Dadurch kann auch der durchschnittlich erzielte Marktwert von Solarstrom zurückgehen.
Auch Wind und Wasserkraft sind von Wetter und Jahreszeit abhängig. Ihre Produktionsprofile unterscheiden sich jedoch von Photovoltaik. Speicherwasserkraft kann die Produktion zudem innerhalb betrieblicher Grenzen zeitlich verschieben. Allein die Wetterabhängigkeit erklärt die Preisunterschiede daher nicht.
Was bedeutet das für Ihren Betrieb?
Meine Einordnung: Betrachten Sie Ihre PV-Anlage zusammen mit dem Verbrauch Ihres Betriebs. Prüfen Sie zuerst, welche Verbraucher sich in die Sonnenstunden verschieben lassen – beispielsweise das Laden von Elektrofahrzeugen oder die Wärmeerzeugung.
Ob sich ein Batteriespeicher lohnt, hängt unter anderem von Investitionskosten, Verlusten, nutzbaren Zyklen und Ihren Bezugs- und Einspeisetarifen ab. Ein tiefer PV-Marktpreis allein reicht als Entscheidungsgrundlage nicht aus. Auch eine mögliche Reduktion von Leistungsspitzen muss anhand des Lastgangs und der Tarifstruktur geprüft werden.
Die zentrale Frage lautet: Wie viel Wert entsteht aus Ihrem Solarstrom – durch Eigenverbrauch, zeitliche Verschiebung und Einspeisung?
Quelle zur Berechnung: Bundesamt für Energie – Referenz-Marktpreise. Betriebliche Einordnung: Sennrich Energie.
Was lohnt sich für Ihren Betrieb oder Ihre Liegenschaft?
Sie möchten Eigenverbrauch, Lastmanagement oder einen Batteriespeicher prüfen? Ich analysiere Ihre Energie- und Lastgangdaten und zeige auf, welche Massnahmen zu Ihrem Betrieb passen. Für eine erste Einordnung sind Ihre Stromrechnung, die Tarifangaben und – falls vorhanden – Ihr Lastgang hilfreich.
